Rasmus Seebach – Calling (Nighthawk) (mit Musikvideo)

Vermutlich haben nicht wenige vorhergesehen, dass Rasmus Seebach eines Tages bei der Musik landen und sein Geld als Sänger verdienen würde – es war unvermeidlich. Rasmus selbst war sich da allerdings nicht so sicher. Als Teenager wollte Rasmus Profifußballer werden und wurde tatsächlich für die dänische Junioren-Nationalmannschaft ausgewählt. Wie viele andere Jugendliche sprühte auch Rasmus am liebsten Graffiti, bastelte Reime und traf sich mit seinen Freunden. Er wehrte sich zwar nicht gegen eine Karriere als Musiker, aber durch seinen Vater, den dänischen Popsänger Tommy Seebach, erfuhr er von klein auf, dass das Musikgeschäft ein hartes Business ist.  Als Rasmus Seebach im Alter von 29 Jahren sein Debütalbum dann unter eigenem Namen veröffentlichte, kam dies für alle, die ihn gut kennen, doch ein wenig überraschend – nicht zuletzt für Rasmus selbst.

Im Jahr 1999 bildeten Rasmus und sein älterer Bruder Nicolai das Rap-Duo G-Bach. Schon nach einem Jahr als „Rapstars“ in Dänemark erkannten die Brüder jedoch, dass sie möglicherweise auch vom Musikmachen und Songschreiben leben konnten, ohne selbst im Rampenlicht stehen zu müssen. So riefen sie das Produzenten-/Songwriter-Team „Topnotch“ ins Leben und richteten sich in Kopenhagen ein Tonstudio ein. Tatsächlich gelang es ihnen, mit ihrer Musik Geld zu verdienen, ohne in der ersten Reihe zu stehen. Rasmus und sein Bruder produzierten und schrieben Songs für verschiedene berühmte dänische Künstler. Jedes Mal, wenn sie einem „Kunden“ einen neuen Song vorstellten, sang Rasmus ihn selbst ein. Für ihn war es eine der leichtesten Übungen, in den Aufnahmeraum zu gehen und den Gesang aufzunehmen, und jedes Mal fragten ihn die Leute erstaunt: „Warum um alles in der Welt singst du deine Songs nicht selbst?“ Rasmus erklärt: „Wenn ich Melodien für andere schrieb, fand ich zwar auch, dass sie sehr authentisch klangen, wenn ich sie selbst sang, aber ich habe mich im Hintergrund immer wohlgefühlt.“

Bis zu jenem Tag, an dem ein großartiger Popsong namens „Angel” das Licht der Welt erblickte. Rasmus spürte, dass er diesen Song selbst singen musste. In „Angel“ drückt er sich in einer Art und Weise aus, die man bei jungen dänischen Sängern selten findet. Rasmus singt seinen ehrlichen, von Herzen kommenden Song mit seiner außergewöhnlich warmen Stimme so offen und aufrichtig, dass jeder Akkord unter die Haut geht und man diesem jungen Sänger und Musiker dafür nur den größten Respekt zollen kann.

Dies war bei seiner ersten Single „Angel”, die im Sommer 2009 in Dänemark ein Riesenhit wurde und Rasmus auf die musikalische Bildfläche seiner Heimat beförderte, definitiv der Fall: Der Song wurde Nr. 1 der dänischen Charts und erreichte Platinstatus.

Quelle: MCS-Berlin / Viva

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