Kim Wilde – Come Out And Play (inkl. Tracklist)

Die Charakteristik der Popmusik ist vor allem die akustische Entsprechung aktueller Kunstformen. Am besten umgesetzt mit genialen, minimalistischen Short Storys, den Nimbus eines zeitgemäßen Lebensstils vertretend, und in ein orchestrales Klangbett verpackt.

Die Kunst der Popmusik ist es, Alltäglichkeiten, befreit vom akademischen Dogma, zu erspüren. Einfach gesagt: Herausragende musikalische Grooves transportieren originelle Lyrics von heute.

Nur wenigen Künstlern ist im Laufe der großen Zeit der Popmusik diese Identifikation mit Wirklichkeit und originellen Sounds so gut gelungen wie KIM WILDE. Schon ihre erste Single „Kids in America“ wurde zum Welthit. 1981, gerade mal 20 Jahre alt, war sie über Nacht zum Weltstar avanciert. Es folgten bis heute zehn Alben und 30 Singles, es folgten grandiose Erfolge und gut 20 Millionen Verkäufe. Hits wie „Chequered Love“, „You Keep Me Hanging On“ – Nr. 1 in den USA -, „Water On Glass“, „Cambodia“- mehr als eine Million davon allein in Frankreich verkauft -, die UK Top Tens „Another Step (Closer To You)“, „Never Trust A Stranger“, „Four Letter Word“ oder „View From A Bridge“ festigten den Ruf KIM WILDES als Princess of Pop. 1988 lud sie der King of Pop Michael Jackson ein, mit ihm auf Tour zu gehen. Fünf Monate lang war sie Supportstar von Jackson und trat live vor insgesamt mehr als zwei Millionen Menschen bei den Konzerten auf. Daran und an die anschließende Tour mit David Bowie erinnert sie sich: „Es waren meine musikalischen Helden. Ich erinnere mich noch an die Tour mit Michael Jackson – wir waren in diesem unglaublichen Zirkus unterwegs. Es war eine wahnsinnige Erfahrung. Und ich denke, am liebsten wäre es Michael gewesen, dieser Zirkus wäre immer so weiter gegangen. Es war wunderbar, ihn so nahe zu erleben, fantastisch diese Momente der Perfektion. Und es war unglaublich, eine Weile sogar damit assoziiert zu werden.“

KIM WILDE erhielt im Laufe ihrer Karriere beinahe alle nur möglichen musikalischen Auszeichnungen, unter anderem den Brit Award als „Best British Female Singer“.

Im August 2010 erscheint die neue Single von KIM „Lights Down Low“ vorab zum neuen Album „Come Out And Play“, von dem Kim sagt: „Es wurde ein Album, das an die 80er erinnert, aber dennoch typisch 21. Jahrhundert ist.“ Damit kann sie nahtlos an ihren letzten großen Erfolg von 2003 anknüpfen, das Duett „Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann (Anyplace, Anythere, Anytime)“, das sie gemeinsam mit Nena interpretierte und das Wochen lang in einigen europäischen Ländern unter den Top Ten platziert war. Sehr bewusst wollte sich die britische Künstlerin weder von tickenden Uhren noch von abgerissenen Kalenderblättern bedrängen lassen. „In den vergangenen Jahren habe ich viele großartige Bühnenerfahrungen sammeln können“, sagt KIM WILDE rückblickend, „ich bin heute sicherlich eine andere als in den 80er Jahren, ich bin gewachsen und habe zu mir selbst gefunden.“

Neben ihrer Arbeit im Aufnahmestudio oder auf der Bühne schrieb KIM WILDE Bücher, moderierte TV-Shows und Radiosendungen und etablierte sich als hoch angesehene Gartenarchitektin. „Die Arbeit an dem aktuellen Album hat mir jetzt enorm viel Spaß gemacht, und da dachte ich schon das eine oder andere Mal, ich hätte nicht solange damit warten sollen. Andererseits: ich habe inzwischen viel anderes Schönes erlebt, ich habe zwei Kinder großgezogen und konnte es mir erlauben, dazu noch unterschiedliche andere künstlerische Herausforderungen zu meistern. Jedenfalls: Besser später als gar nicht.“

Kim wurde in London als Tochter des Rock’n’Roll Sängers Marty Wilde und seiner Frau Joyce („The Vernons Girls“) geboren. „Musik und Kreativität bestimmten mein ganzes Leben“, sagt sie heute. „Mein Vater ist 71 und er macht immer noch seine Konzerttouren, er steht seit über 50 Jahren auf der Bühne. Meine Mutter war Mitglied einer der ersten Girlgroups. Mein Bruder Ricky ist ein fantastischer Songwriter und Produzent. Dieses Gen setzt sich in unserer Familie offenbar fort: Meine Tochter Rose spielt Klavier und singt wunderbar, und ich bin heute schon sicher, dass sie auch einmal auf der Bühne stehen und Musik machen wird.“

Ricky Wilde, der Kim auch bei „Come Out and Play“ musikalisch als Produzent zur Seite stand, sagt: „Klar ist da noch eine ganze Menge 80er Jahre Popmusik verpackt, aber es ist andererseits auch eine neue, gereifte Kim, die ihre Songs präsentiert und eine Menge eines fantastischen Lebensabschnitts mit eingebracht hat und ihren Horizont erweitert hat.“ Über die Künstlerin sagt er: „Sie ist immer gut gelaunt im Studio und voll professionell. Sie weiß genau, was sie will, nicht nur musikalisch, auch von den Texten her, und sie ist sehr fokussiert. Das bringen die Jahre: Je mehr du tust, desto mehr lernst du und du wirst damit selber besser und besser. Heute liebt Kim die Musik mehr als jemals zuvor. Und das reißt uns alle mit.“

KIM WILDE: „Der Anfang meiner Karriere war so: Lippenstift…Videos…TV, die Oberflächlichkeit der 80er Jahre. Für damals herrlich, aber mein Leben ist weitergegangen und hat sich gedreht, so wie das ganze Leben weiterläuft. Es ist wunderbar im Studio zu sein, es ist wunderbar auf der Bühne zu sein, es ist wunderbar so viele unterschiedliche Erfahrungen machen zu dürfen. Das alles ist es, was mich antreibt.“

KIM WILDE ZU IHREN SONGS:

„King Of The World“ „Ich wollte mit dem Song meinem Freund Patrick, der an Herzversagen starb, ein Denkmal setzen. Er war ein großartiger Kerl und dieser Song wurde eine Hommage an seine Persönlichkeit.“

„Lights Down Low“: „Ein typischer Kim Wilde-Song, eine starke Hook und sehr sexy. Das war ein Willkommensgeschenk meiner neuen Plattenfirma Starwatch, die mir diesen Song angeboten hat. Dafür werde ich sie immer lieben. Selten habe ich noch von einem Label solch einen starken Song bekommen. Deshalb ist es auch unsere erste Single geworden.“

„Real Life“: „Das Leben sollte wie ein wunderbares Buch sein, voll von außergewöhnlichen Kapiteln, Charakteren, Herausforderungen und natürlich Liebe. Ehrlichkeit, Romantik und Poesie – das sind drei meiner Lieblingswörter.“

„Greatest Journey“: „Das Lied habe ich gemeinsam mit Ricky, meinem Bruder, geschrieben. Wir haben lange über Dinge wie das Universum, Spiritualität und den Sinn des Lebens geredet und kamen zu dem Schluss, dass diese große Reise nicht einfach ihr Ende finden kann, wenn man die Welt verlässt. Glenn Gregory von Heaven 17 hat uns hierbei musikalisch unterstützt. Ricky und ich sind große Fans, wir waren völlig aus dem Häuschen, als er ins Studio kam, um den Song mit uns aufzunehmen.“

„I Want What I Want“: „Sehr starke Melodie und sehr frecher Text. Ich bin ein Fan von frechen Lyrics, das macht einfach großen Spaß zu performen und war schon immer ein Markenzeichen von Kim Wilde.

„Love Conquers All“: „Nik Kershaw ist auf diesem Track gefeatured. Seine Alben sammle ich seit Jahren. Es war unglaublich aufregend mit einem weiteren meiner musikalischen Helden zusammenzuarbeiten.“

„Hey! You!“: „Come out and play“ (Dt. „komm raus und spiele“) ist eine Zeile in diesem Song, aber auch das Grundgerüst für das ganze Album und somit der Titel des Albums. Ich wollte nämlich, dass jedes einzelne Lied live oder auf der Bühne funktioniert.“

„Suicide“: „In diesem Song geht es um die Gier. Wie oft wollen wir mehr, als wir brauchen? Und das in so vielen Phasen unseres Lebens. Immer und überall: Zu viel Zucker, zu viel Hochmut, zu viel Öl…die Liste ist endlos. Ich fürchte, die Gier wird uns Menschen immer besiegen, und es gibt wenig Hoffnung, dass sich das irgendwann ändert.“

„This Paranoia“: „Auf diesen Song bin ich ganz besonders stolz, denn ich konnte meinen Sohn Harry da zu einem Gitarrensolo bewegen. Er spielt seit einigen Jahren wirklich sehr gut Elektrogitarre, und ich dachte, dieses Stück könnte eine große Herausforderung für ihn sein. Er kam tatsächlich am Aufnahmetag ins Studio und spielte, und wir anderen hielten den Atem an und dachten nur ‚wow!’“

„Loving You More“: „Das ist ein wunderbares Lied, das mir mein Bruder vor vielen Jahren vorgespielt hat, das aber bis jetzt nicht eingespielt wurde. Es erinnert mich an eine klassische 60er Jahre Ballade mit einer wunderbaren Melodie und einer Menge Dramatik.“

„Get Out“: „Erfüllt eines meiner Albumkriterien, dass mindestens ein Song mit Biss zu finden sein muss. Ich hab schon immer Lieder gemocht, bei denen ich die Chance bekam, auch eine andere Seite von mir zu zeigen. Sich in Szene zu setzen kann einfach manchmal herrlich sein! Ich liebe diesen Song.“

„My Wish Is Your Command“: „Mein Bruder Ricky und meine Nichte Scarlett haben ‚My Wish’ geschrieben. Ich bin besonders stolz darauf, dass mein alter Gitarrist Perry Ap Gwynned von der Drum-’n’-Bass-Band Pendulum darauf ein göttliches Rock-Solo spielt.“

„Jessica“: „Das ist der Name unseres über alle Maßen geliebten Hundes. Ein Airdale Terrier, sieben Jahre alt und Familienmitglied. Ich schrieb diesen Song in Stockholm in einer einzigen Nacht. Ich konnte nicht einschlafen und plötzlich hatte ich das Lied im Kopf – und dann auf meinem iPhone.“

Mit größter Differenziertheit der insgesamt dreizehn Tracks für sich schufen KIM WILDE, ihr Bruder Ricky und ein weiteres Team renommierter Produzenten ein opulentes Ganzes, außergewöhnlich in Musikalität und Sprachschöpfung. Kim: „Seit genau 30 Jahren bin ich jetzt im Musikgeschäft, im Herbst werde ich 50 Jahre alt und ‚Come Out And Play’ ist für mich sicherlich mein bestes Album seit 20 Jahren.“

Kurz gefasst: KIM WILDE ist im Heute angekommen und am Ende wie immer für euch die Tracklist zum Album.

1. King Of The World
2. Lights Down Low
3. Real Life
4. Greatest Journey
5. I Want What I Want
6. Love Conquers All
7. Hey! You!
8. Suicide
9. This Paranoia
10. Loving You More
11. Get Out
12. My Wish Is Your Command
13. Jessica

Quelle: MCS-Berlin.com


2 Kommentare

  1. ohh I love Kim Wilde i can’t wait for her new album sounds Great

  2. Hello everybody, a good article for an extraordinary woman as popular here in France.
    „Come Out and Play“ is also expected here, but I would like to thank Germany who first loves Kim Wilde but which did much for her.
    Thank you again and good weekend? JPaul from Nice

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