Heimkino mit Surround-Sound selbst bauen

Heimkino mit Surround-Sound selbst bauen

Ganz egal, ob es sich um einen unbenutzten Keller handelt, einen Dachboden oder das eigene Wohnzimmer: Platz für ein eigenes kleines Kino ist in jedem Haus. Mit der richtigen Planung kann der Einzug in den ganz persönlichen Kinoraum bald erfolgen.

 Folgende Dinge werden für ein Heimkino benötigt:

  • Beamer oder Plasma-TV
  • Surround-Audio-Set
  • Möbel für das eigene Kino

Zimmer und Grundriss

Das Wohnzimmer hat meist die geeignete Größe, jedoch stößt der Kinobauer rasch an seine Grenzen, wenn er nicht alle Wände tiefschwarz streichen und die Fenster abdunkeln möchte. Meist sind auch Dinge im Raum, die mit der Akustik mitschwingen und den schönen Sound verwischen. Der Keller ist ebenfalls ein häufig genutzter Kinoraum, die Lichtverhältnisse sind optimal und die Geräusche werden gedämmt ins restliche Haus abgegeben. Ein Kino benötigt allerdings einen Raum mit einer gewissen Höhe und einer autarken Belüftung. Alternativ kann das Heimkino im Dachgeschoss liegen, es ist warm, die Wände sind trocken. Nur die schräge Lage der Wände könnte problematisch werden. Wichtig ist, darauf zu achten, dass der Grundriss des Kinos mit seiner Einrichtung symmetrisch sein soll, das heißt, eine Achse von der Bildmitte durch den Zuschauerraum ist zu ziehen, um eine gute Tonverteilung zu erhalten. Gerade wegen der Akustik ist eine symmetrische Anordnung wichtig. Mehr Platz bedeutet auch einen besseren Ton, daher ist der Raum nicht zu klein zu wählen. Natürlich hängt die Größe auch von der gewünschten Zahl an Sitzplätzen ab. Zu den Lautsprechern sollten etwa 1,50m Abstand eingeplant werden, damit der Ton gut ist. Das Kino sollte keinesfalls quadratisch sein, denn sonst empfängt der Zuschauer einen verhallten Bass-Sound. Ideal ist ein Raum, der etwas länger ist als breit. Vor allem, wenn mehr als eine Sitzreihe geplant ist.

Türen im Kinoraum

Auch in einem Kinoraum muss gelüftet werden, demnach ist es sinnvoll einen Wohnraum zu wählen und nicht den Keller (es sei denn, der hat Fenster). Spätestens nach einer langen Kinonacht, muss eine Abdunkelung auch mal schnell und einfach abgenommen werden können. Jalousien dunkeln den Raum meist optimal ab, wenn ein Film gezeigt wird, ermöglichen jedoch auch eine rasche Freilegung der Fensterflächen. Türen hat ein gewöhnlicher Wohnraum sowieso, diese sollten jedoch ebenfalls gut abgedichtet sein.

Schall und Wände

Kritisch aus akustischer Sicht wird es bei so manchem Baustoff. Rigips und dünne Wände schwingen mit und fangen an zu dröhnen, wenn es zu laut wird. Der Bass durchdringt diese dünnen Wände mit Leichtigkeit. Stein oder Beton sind besser geeignet als Wandmaterial im Kinoraum. An der Decke kann Akustikputz auf optimale Weise wirken, da er dem Raum seinen Hall nimmt.

Die Kabelführungen

Der Strom darf nicht kreuz und quer durch das Zimmer gelegt werden. Die Kabel sind aus einer einzigen, gemeinsamen Quelle zu beziehen und müssen zentral abgesichert werden. Der Beamer/Projektor an der Decke muss außerdem eine Stromzuleitung haben. Auch Laptops als Filmmedium sind denkbar. Das Laptop wird mit dem TV über ein VGA Kabel verbunden. VGA ist ein beliebter Anschluss bei Heimkinos. Zum Beispiel VGA-Kabel von der Marke KabelDirekt können in verschiedenen Längen eingesetzt werden. Auch die Kabel für Leinwand und Lichtsteuerung müssen gelegt werden. Sobald der Standort der Boxen geklärt ist, sind die Kabel dafür durch die Wand zu führen. Die Boxen stehen am besten in der Nähe des Bildmediums.

Was noch wichtig ist

Wer es ganz professionell haben möchte, versteckt seine Technik, sodass der Raum klar und authentisch wie ein Kino wirkt. Eine eingezogene Zwischendecke sorgt dafür, dass die Technik für Bild und Ton nicht sichtbar bleibt. Für die Lautsprecher könnten Wände als Vorbau eingesetzt werden, um diese dahinter zu verstecken. Eine funktionierende Lüftung ist das A und O bei einem Kino im Keller oder unter dem Dach. Die Beleuchtung darf dezent sein, sollte aber leicht zugänglich und sichtbar sein. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass auch die Geräte genug Luft zum Atmen haben, denn die Kühlung sollte immer frei liegen, damit sie funktioniert. 30 Zentimeter Abstand zur Wand genügen dabei. Bei einem Heimkino mit TV Gerät muss der Raum nicht vollkommen dunkel sein. Da der Fernseher selbst leuchtet, nimmt das Auge bei einem komplett dunklen Raum ein Schwarz nur noch als Grauton wahr. Abhilfe schafft eine kleine Lichtquelle hinter dem TV Gerät.

Möbel im Kinoraum

Für das Interieur bleiben alle Möglichkeiten offen. Mancher Kinoliebhaber mag Sessel und Sitzreihen, der andere bevorzugt Barhocker oder möchte gar eine ganze Bar in einer Ecke einrichten. Sinnvoll ist, einen kleinen Vorraum mit einzuplanen, wo den Gästen ein Getränk angeboten werden kann, bis der Film gestartet wird. Für die Sommermonate empfiehlt sich auch ein kleiner Kühlschrank. Da ein guter Film nach Snacks und Getränken verlangt, ist es ratsam, die Sessel in einem abwaschbaren Material zu kaufen. Leder-oder Kunstleder lassen sich leicht reinigen. Tolle Extras sind verstellbare Rückenlehnen und Fußbänke. Als Schmuck für den Raum können alte Filmrollen dienen, die im Kino der Stadt erfragt werden können, oder eine Popcorn-Maschine, die im nostalgischen 50er Jahre Aussehen erworben werden kann, wie hier erläutert.

Heimkino Möbel

Heimkino-Grundausstattung

Um sich einen Heimkinoraum einzurichten, muss aber nicht gleich das ganze Haus umgebaut werden. Zunächst reichen ein paar Dinge, damit das Wohnzimmer oder der Kellerraum zum Kino wird. Unerlässlich ist natürlich die Leinwand mit Beamer oder ein großer TV, der mit dem Laptop verbunden ist. Der Klang ist ebenfalls essentiell wichtig beim eigenen Kinoerlebnis. Ein Receiver mit passenden Boxen gehört zur Grundausstattung. Die Boxen dürfen allerdings nicht zu unterdimensioniert sein für den Verstärker. Eine optimale Abstimmung beider Komponenten muss vorgenommen werden. Die Audio-Grundausstattung kann eine Surround-Anlage sein, die in der Mitte des Raumes aufgestellt wird. Alle Geräte sind digital verbunden, damit die optimale Bild-und Klangqualität entsteht.

Quelle Bild 1: commons.wikimedia.org©Tysto, CC0 1.0
Quelle Bild 2: pixabay.com©James de Mers, CC0 1.0

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