Femi Kuti & The Positive Force Tour 2010

Femi Kuti wollte niemals nur des Königs Erbe sein. Das hat der Sohn der nigerianischen Musikerlegende Fela Kuti unter Beweis gestellt, seit er 1985 seine eigene Band The Positive Force gründete und im Verlauf seiner Karriere den Afrobeat um viele Facetten erweiterte.

Man denke nur einmal an sein erstes internationales Album „Shoki Shoki“ aus dem Jahr 1999 oder seine Zusammenarbeit mit Künstlern wie Mos Def oder Common –  von seinem grandiosen Cameo-Auftritt als Radio-DJ im Videospiel Grand Theft Auto IV erst gar nicht zu reden.  Lange Zeit hielt sich Kuti von Aufnahmestudios fern und spielte seine Musik lieber live. Aus gutem Grund, wie seine Platte „Live At The Shrine“ beweist.  So viel Kraft, Energie, Spaß, Gefühl, Inhalt wie seine Auftritte vermitteln, kann man gar nicht auf eine kleine Scheibe pressen.  Im Jahr 2008 erschien dann seine bislang international erfolgreichste Veröffentlichung „Day By Day“, produziert in Paris.  Doch damit der Kreis sich schließen konnte, musste Femi Kuti zurückgehen zu seinen Wurzeln, dorthin, wo er zuerst dieses Feuer gespürt hatte, das sein ganzes Wesen durchströmt:  das Studio, in dem er und sein Vater gemeinsam die ersten Aufnahmen gemacht hatten.

Und so nahm Femi Kuti seine neue LP „Africa For Africa“ in einem ungemütlichen Studio in schlechtem Zustand und ohne Klimaanlage auf, während ständige Stromausfälle die Lage noch komplizierter machten. „We were sweating like pigs“, sagt Kuti, „I was playing with my producer Sodi, pretending to complain:  We could be in a comfortable place right now, what are we doing here? It was madness, but that’s what we wanted it to be.“  Die Mühe hat sich gelohnt: „Africa For Africa“ ist die afrikanischste Platte seit Langem, die in der Ersten Welt so erfolgreich wird. ,

Das Chaos und das Gefühl der nigerianischen Megacity Lagos sind so getreu eingefangen, wie die politische Kraft, die Femi Kuti in seine Musik und seine Texte legt.

07.12.2010 Berlin Kulturbrauerei
08.12.2010 Hamburg Fabrik
09.12.2010 Köln Gloria

Quelle: Queenaboutmusic.de

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